Geschäftsbericht 2001
   
 

Inhalt:

 

 

 

 

 

 

 


Thomas Kramer Alleinvorstand der Kramer AG

Grußwort des Vorstands

Sehr geehrte Anteilseigner der Kramer AG, liebe Freunde des Unternehmens!

Das Jahr 2001 hatte für die junge Aktiengesellschaft im zweiten Jahr des Bestehens zunächst mit dem wirtschaftlichen Umfeld Bau- und Aktionskrise keine besonders guten Voraussetzungen. Dennoch konnten wir mit gutem Augenmaß, viel Einsatzfreude und auch ein bisschen Glück ein zufrieden-stellendes und gewinnträchtiges Ergebnis erzielen.

Eine pauschale Verpflichtung zu Investition und Wachstum birgt Gefahr eines unkontrollierten Aktionismus
In Zeiten der Rezession und verhaltenen Konsum- und Investitionsbereitschaft der Eigenheimbesitzer, der Unternehmer und öffentlichen Einrichtungen können vorschnelle und umfangreiche Investitionen seitens der Kramer AG - beispielsweise in den Aufbau einer leistungsfähigen Holzpelletproduktion nach DIN-Norm - ganz schnell existenzielle Gefahren mit sich bringen. Deshalb war das Jahr 2001 im Bereich Energieholz geprägt von der Suche nach einer zukunftsträchtigen, erfolgversprechenden und für die Kramer AG machbaren Investitions- und Vermarktungs-strategie im Bereich Energieholz. Bis zum Jahresende haben sich dabei zwei Richtungen


herausgebildet: Zum einen das Thema Energiecontracting und zum anderen die Investition in einen Biomassehof.

Anhaltende Rezession auf dem privaten und gewerblichen Bausektor verlangt von uns größtes Engagement und Kreativität ab.
Die nachhaltige Rezession auf dem Bausektor stellt uns immer wieder vor neue unerwartete Aufgaben. Damit bleibt es uns nicht erspart, noch flexiblere, noch sparsamere und völlig neuartige Wege zu gehen, um gute Deckungsbeiträge bei den einzelnen Aufträgen zu erzielen.

Sicheres Unterpfand Landschaftspflege und Winterdienst
Unsere besondere Stärke liegt beim raschen flexiblen Einsatz im Bereich Grünflächenpflege und Winterdienst. Dies hat sich auch wieder im Jahr 2001 gezeigt. In diesem, für unser Unternehmen ertragreichen Geschäftsfeld haben wir immer wieder die Möglichkeit, gute bis sehr gute Deckungsbeiträge für unser Gesamtergebnis zu erzielen.

Im Namen des gesamten Mitarbeiterteams und meiner Familie danke ich Ihnen für Ihr Vertrauen und verbleibe mit freund-lichen und besten Grüßen

Thomas Kramer

 

 


 

Organe der Gesellschaft


Mitglieder des Vorstandes

  • Thomas Kramer
    Dipl. Ing. für Pflanzenbau 39 Jahre
    Kramer AG Gera
    Alleinvorstand der Kramer AG

Mitglieder des Aufsichtsrates:

  • Elmar Keidel
    Dipl. Betriebswirt FH 40 Jahre
    Inhaber einer betriebswirtschaftlichen
    Beratungskanzlei in den Bereichen Unternehmensstrategie,
    Raiting/Berichtswesen für den Mittelstand,
    Kleine AG Gründung und Umwandlung,
    Rechnungswesen in Kooperation mit
    Steuerberatern 6 Mitarbeiter, Gera/Berlin
    Aufsichtsratsvorsitzender der Kramer AG

 

  • Hans-Joachim Walter
    Dipl. Physiker 47 Jahre
    Geschäftsführer eines
    Ingenieurplaungsbüros für Energie- und Versorgungstechnik insbesondere im Bereich regenerative Energie, Photovoltaik, Energieberatung, Projektmanagement,
    Innovationsberatung für Energieprojekte
    9 Mitarbeiter, Gera/Erfurt
    Aufsichtsrat der Kramer AG

 

  • Bernd Pilz
    Dipl. Agrar-Ingenieur 48 Jahre
    Geschäftsführer des
    Trockenwerks Thüringen in mit mehreren Geschäftsfeldern:
    Backwarenrecycling, Pelletherstellung, kaltgepresste Öle als Ökokraftstoff und technologische Entwicklung für Fahrzeugumrüstung 25 Mitarbeiter Apolda
    Aufsichtsrat der Kramer AG


 

Lagebericht

Geschäftsentwicklung im Jahr 2001

Mit großem Optimismus und Elan haben wir zum Anfang des Jahres uns vor allem dem Thema Energieholz gewidmet. Die grund-sätzlichen Fragen waren: Wie kann über das gesamte Jahr eine zufriedenstellende Umsatz-tätigkeit organisiert werden? Welche Möglich-keiten gibt es, für die Kramer AG intern Kompetenz und Verantwortung verlässlich zu delegieren und extern Kooperationen einzugehen, mit denen über die Jahre ein starkes, zuverlässiges Wachstum erzielt werden kann? Wir waren offen für alle Ideen und Vorschläge, haben schnell erkannt, wie vielfältig und weitreichend der Markt für Biomasse und Energieholz ist. Neben dieser sicherlich spannenden Aufgabe müssen wir im Bereich Garten- und Landschaftsbau trotz der miserablen Baukonjunktur eine starke Ertragssituation sichern, um nicht nur den Verlust im Geschäftsbereich Energieholz mit zu tragen, sondern auch eine zuverlässige Rendite für das Gesamtunternehmen zu bewahren.

Positive Erfahrungen mit der Rechtsform der Kleinen AG auch im zweiten Jahr des Bestehens
Wir stellen uns selbstverständlich immer wieder die Frage, ob wir mit der fundamentalen Entscheidung, unser erfolgreiches Einzel-unternehmen in die Aktiengesellschaft umzu-wandeln, nun wirklich der bessere Weg gewesen ist. Wir können zum jetztigen Zeitpunkt diese Frage mit einiger Sicherheit mit ja beantworten:

Freier Entscheidungsspielraum bei Finanzierungsüberlegungen
Jede Neuinvestition, die wir anstreben, können wir jetzt unabhängiger und mit mehr Verhandlungssicherheit planen.


Somit haben wir gerade im Bereich Finanzierung eine für uns deutlich bessere Ausgangssituation geschaffen.

Niedergang der Aktienmärkte hat kaum Auswirkung auf die Kursent-wicklung der Kramer AG
Unser Aktienkurs war im Jahresverlauf stabil. Nach Ausschüttung der Dividende ist der Aktienkurs zunächst verständ-licherweise etwas leichter geworden. Dies hängt damit zusammen, dass viele Aktionäre zum einen die Dividende und zum anderen die Kursgewinne seit dem Ausgabekurs mitgenommen haben. Mit dem Jahreswechsel 2001/2002 ist der Kurs wieder gestiegen und liegt bei den Vorzugsaktien im Durchschnitt bei 1,40 EUR, bei den Stämmen bei 1,35 EUR. In diesem ersten vollen Jahr der Aktienentwicklung ist bereits erkennbar, dass unsere Strategie - solider, Rendite orientierter Geschäftsverlauf hat Vorrang vor großen Investitionen in hoffungsvolle (Energieholz) Märkte - aufgeht. Die Kursentwicklung ist für uns nicht zufriedenstellend
Da die AHAG AG insolvent ist wird die Kramer Aktie in nächster Zukunft auch bei der Valora AG, Aktienhandelshaus in Ettlingen gehandelt. Zahl und Hinter-legungsstelle ist das Bankhaus Gebrüder Martin in Göppingen.

Steuerlast wird zu einem spürbaren Kostenfaktor
Um eine ausreichend gute Rendite auszuschütten, ist es notwendig, auch die damit verbundenen Ertragssteuern zu entrichten. Damit ist ein Kostenfaktor und Liquiditätsabfluss spürbar, der für ein mittelständisches Unternehmen immer wieder schmerzlich ist. Insgesamt stellt aber die Steuerlast keine ernsthafte Gefahr für die Liquidität und Ertragslage des Unternehmens dar.

 

 


Geschäftsverlauf Garten- und Landschaftsbau

Im ersten Quartal hat sich nur allmählich, wie für die Jahreszeit üblich, der Auftragseingang entwickelt. Herr Kramer hat in dieser Zeit, insbesondere im Februar und März, persönlich zusätzliche Neukunden akquiriert und auch interessante Erfolge erzielen können. Bei Besitzern mit Privatgärten konnten wir dadurch eine deutliche Auftragssteigerung im Jahr 2001 verzeichnen. Auf der Geraer Konsumenten- und Baumesse, die über 3 Tage Messezeit reichte, konnten auch zahlreiche Privat-kunden gewonnen werden.

Anpassung der Mitarbeiterzahl im I. Quartal an die Auftragslage

Zu den einzigen Tätigkeiten, die in der kalten Jahreszeit ausführbar sind, gehören Baumfällarbeiten und der Winterdienst. Entsprechend der Auftragslage haben wir dabei unsere Mitarbeiterzahl anpasst.

Im weiteren Jahresverlauf deutliche Zunahme des Auftragsbestandes mit sehr guten Deckungsbeiträgen, vor allem bei einem Auftrag in München

Im weiteren Jahresverlauf nahm die Umsatztätigkeit im Garten- und Land-schaftsbau deutlich zu.

Dies lag vor allem an den Erfolgen aus der kräftigen Neukundenakquisition im ersten Quartal. Ganz besonders wichtig war ein

Großauftrag in München mit einem Auftragswert von ca. 200.000 EUR. Dort konnten vier Mitarbeiter über sechs Monate beschäftigt werden. Diese Baustelle wurde mit einem sehr guten Deckungsbeitrag abgeschlossen.

Darüber hinaus entstanden Folgeauf-träge in München bei Privatgärten, die sich auch auf die Entfernung lohnen. München soll deshalb in den kommenden Jahren ein interessantes Absatzgebiet im Bereich Garten- und Landschaftsbau für die Kramer AG werden.

 

 


Geschäftsverlauf regenerative Energiegewinnung

Zahlreiche praktische und theoretische Ansätze getestet
Zusammen mit Herrn Aick, unserem damaligen Vertriebsmitarbeiter für den Bereich Energieholz, Herrn Fietz, Marketingstudent aus Jena und Herrn Keidel, unserem Aufsichtsratsvor-sitzenden, haben wir zunächst verkaufs-fördernde Maßnahmen für Holzbrenn-stoffe in den Baumärkten diskutiert und mehrere Testpräsentationen durch-geführt. Dabei wurde auch der Kontakt zur OBI-Baumarktkette intensiviert.


Letztendlich hat sich dabei herausgestellt, dass die Vertriebsschiene über Baumärkte nur mit größeren Mengen und einer eigenen Massenproduktion - verteilt auf kleinere Produktionsstätten direkt in Nähe der Holzindustrie (mit nennenswerten Abfall-mengen an hochwertigen Hartholzspänen) sinnvoll ist.

Generell ist der Vertrieb von Holzbrenn-stoffe eine Marktnische, insbesondere auch durch den eigenen Direktvertrieb an Endverbraucher.


Handel und Herstellung von Holzpellets - ein Geschäft mit minimalen Margen und verhältnismäßig hohen Investitionen.

Durch den günstigeren Marktpreis für Holzpellets im Vergleich zu Öl ist die Pelletheizung zunächst eine interessante Alternative. Bei der verhältnismäßig jungen Pelletbrennertechnik und den Lagersystemen für Holzpellets treten erhebliche Qualitäts- und Effektivitätsunterschiede auf. Jedoch bringt nur eine solide, anspruchsvolle Qualität den gewünschten Erfolg. Eine qualitätsorientierte Pelletbrennertechnologie für hochwertige Holzpellets setzt voraus, dass Kosten für die Investition in die Technik deutlich über den Anschaffungspreisen von vergleichbaren Öl- und Gastechnologien liegt. Die derzeitige staatliche Förderung bei der Anschaffung der Biomassetechnologie

kann den Preisunterschied deutlich verringern. Trotzdem bleiben die Vorbehalte der Eigenheimbesitzer im Moment noch bestehen.

Auch in diesem Bereich haben wir festgestellt, dass nur einer Massenproduktion und mit einem effektiven Transportsystem mittel- bis langfristig ein sicheres Absatzfeld aufgebaut werden kann. Die Kramer AG will und kann sich nicht auf diese Risiken einlassen. Allein die Anschaffung eines Pellet-Transportfahr-zeuges würde eine Investition von mindestens 100 TEUR bedeuten. Es ist für die Kramer AG nicht absehbar, wann eine deutliche Erhöhung der Pellet-Nachfrage einsetzt und wann sich somit eine größere Investition solide amortisieren würde.

Trotzdem haben wir möglichst risikolose Maßnahmen für die Bearbeitung des Pelletmarktes eingeleitet. Wir konnten gezielt Kontakte zu ambitionierten Installa-teuren für diese Pelletbrennertechnik knüpfen. Diese sind bereit, uns als zuverlässigen, preisgünstigen Liefer-anten zu empfehlen. Unsere Lieferung-en werden wir in abgepackter Form oder als lose Ware mittels eines beauftragten Tankwagenspediteurs realisieren.

 

 

Energiecontracting - die sinnvolle
Marktnische auch für die Kramer AG


Die Idee des Energiecontractings ist für Investoren von mittelgroßen Wohn- und Gewerbeflächen (rund 1.500 bis 3.000 m²) äußerst attraktiv.

Sie haben lediglich die laufenden Wärmekostenrechnungen zu tragen, die Kapitalbindung für die Heiztechnik entfällt.

Skizze Funktionsübersicht Energiecontracting


Gerade Kommunen oder öffentliche Betriebe können ihre Haushalte mit diesem Angebot deutlich entlasten. In diesem Bereich werden wir weiter aktiv sein, um einen baldigen Einstieg zu finden.


 

Wirtschaftliche Entwicklung

Im Jahr 2001 wurde ein Umsatzwachstum von 11,4 % erreicht. Die Umsätze wurden zu 93,5 % aus dem Bereich Garten- und Landschaftsbau realisiert. Der Bilanzgewinn konnte um 74 % gesteigert werden. Die Dividenden in Höhe von 14 Cent pro Vorzugsaktie und 2 Cent pro Stammaktie können wie angekündigt ausgeschüttet werden. Das Brutto-Cash-flow Ergebnis beträgt 94.217,79 Euro (42.230,91 Euro Gewinn vor Steuern + Afa 51.986,88Euro) und entspricht 9,55 % von der Gesamtleistung.

 

Ausblick in das Jahr 2002

Der Verlauf des Geschäftsjahres 2002 haben wir im ersten Halbjahr ein Wachstum von in Höhe von 2 % im Bereich GaLa Baubereich erzielen können. Ganz besonders erfreulich ist die Umsatzsteigerung im Geschäftsfeld Energieholz, hier beträgt das Wachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 97 % Die Personalkostenquote liegt wie im Vorjahr bei 41 %. Im ersten Halbjahr haben wir ein leicht negatives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 4 TEUR erzielt, dies ist für das tratitionell schwache erste Halbjahr ausreichend. Das Ergebnis liegt um 8 TEUR unter dem des Vorjahres.

Im Jahr 2002 konzentrieren wir uns in unserem Kerngeschäftsfeld auf folgende Schwerpunkte:


Geschäftsfeld Garten- und Land-schaftsbau

Der Umgang mit unseren kommunalen Kunden wird von Kontinuität und Qualität geprägt sein.

Im Privatkundenbereich wollen wir weitere Marktnischen erschließen. Zur vorjährigen Partnerschaft bei der Erstellung von Schwimmteichen kommt mindestens ein neues Segment hinzu: Wir stehen in Vorverhandlung über einen Partnerschaftsvertrag mit einem hoch-preisigen Steinwerk. Aus dieser Partnerschaft ergeben sich Kundenempfehlungen mit höchsten Ansprüchen.

Die Konzentration auf Privatkunden wird fortgesetzt, dabei möchten wir eine Marktnische besetzen: Bau von Gartengrillöfen und holzbefeuerten Backöfen.


Mit der teilweisen Übernahme eines Gartenbaubetriebes haben wir neue interessante Auftragspotenziale er-schließen können. Dazu zählt u. a. die Wismut GmbH.

Wichtig ist für uns der Anspruch des Komplettanbieters im Bereich Garten- und Landschaftsbau.


Geschäftsfeld regenerative Energie-gewinnung

Die bestehenden Kundenbeziehungen werden weiter gepflegt. Dazu wird ein Vertriebsmitarbeiter eingestellt, der auf Basis höchsten Kostenbewusstseins und Umsatzzuwachses entlohnt wird. Die wichtigste Investitionsabsicht konzen-triert sich jedoch auf den Erwerb und den Aufbau eines Biomassehofes (Annahme, Verarbeitung und Aufbereitung von Restholz zu verschiedenen Holzbrenn-stoffen). Dies ist die Voraussetzung zur Investition in ein Energiecontracting-Projekt. Die begonnene Sicherung der umfangreichen Restholzaufkommen aus der verarbeitenden Industrie und aus Rodungsaufträgen im Gala Bau wird fortgesetzt.

Unsere Strategie des geordneten und kontinuierlichen Wachstums werden wir weiter fortführen. In der heutigen Zeit der schnellen Marktveränderungen ist es überlebenswichtig, nur in Geschäfts-bereiche und Aufträge zu investieren, die sichere nachhaltige und kontinuierliche Gewinne abwerfen.

 

Gera, 25.07.02

Thomas Kramer
Vorstand

 

 

 

 

 


 


Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat während des Berichtzeitraumes 2001 die ihm durch Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben wahrgenommen. Er ist sowohl in Sitzungen als auch durch Einzelgespräche von der Geschäftsleitung regelmäßig über die Entwicklung und Lage der Gesellschaft unterrichtet worden und hat die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Darüber hinaus hat der Vorstand dem Aufsichtsratsvorsitzenden bei wichtigen Anlässen berichtet. Neben der Gesamtlage des Unternehmens waren auch Einzelfragen Gegenstand der regelmäßigen mündlichen und schriftlichen Berichterstattung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr fanden insgesamt drei Sitzungen statt. Weitere Beschlüsse wurden im Umlaufverfahren getroffen.

Der Jahresabschluss wurde von der Steuerkanzlei Uwe Kalms, Chemnitz, erstellt. Der Lagebericht wurde vom Vorstand ausgearbeitet. Aus Gründen der Kosteneinsparung wurde auf die Bestellung eines Wirtschaftsprüfers verzichtet, da dies bei einer kleinen Kapitalgesellschaft nicht gesetzlich vorgeschrieben ist.


Der Aufsichtsrat hat sich mit dem Jahresabschluss und Lagebericht eingehend befasst.

Die Fragen des Aufsichtsrates wurden erschöpfend beantwortet. Nach dem abschließenden Ergebnis erhebt der Aufsichtsrat keine Einwände gegen den Jahresabschluss und billigt diesen. Somit ist der Jahresabschluss 2001 gemäß § 172 AktG festgestellt. Mit dem Lagebericht und insbesondere den dort getroffenen Aussagen zur weiteren Unternehmens-entwicklung stimmt der Aufsichtsrat überein.

Dem Verwendungsvorschlag des Vor- standes für den Bilanzgewinn schließt sich der Aufsichtsrat an.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeitern der Kramer AG für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.

 


Gera, im Juli 2002

Der Aufsichtsrat
Elmar Keidel, Diplom-Betriebswirt FH
Vorsitzender


 

 


 

Jahresabschluß

Insgesamt beträgt der Brutto Cash Flow 94.217,79 Euro (42.230,91 Euro Gewinn vor Steuern + Afa 51.986,88Euro). Der Netto Cash Flow beträgt 58.574,88 Euro (94217,79 Euro Brutto Cash Flow - 15.642,91Euro Steuern von Einkommen und Ertrag - 20.000 Euro Ausschüttung) . Das Cash-Flow Ergebnis beträgt somit 9,55 %. Dies stellt ein gutes Ergebnis in der Branche dar.


 

Anhang zum Jahresabschluss

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Bilanzrichtliniengesetzes unter Beachtung der allgemeinen und ergänzenden Ansatz- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs sowie des Aktiengesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handels und Steuerrechts werden grundsätzlich einheitlich ausgeübt. Im einzelnen sind folgende Grundsätze und Methoden zu nennen:

Die Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Abschlussstichtag einzeln bewertet. Berücksichtigt sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Stichtag entstanden sind. Aufwendungen und Erträge sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen berücksichtigt.

 

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Alle Zugänge werden nach § 7 Abs. 1 EStG linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die kummulierten Sonderabschreibungen/steuerlichen Sondervorschriften aus den Vorjahren betragen 7.912,75 Euro und stellen stille Reserven im Unternehmen dar. Geringwertige Gegenstände des Anlagevermögens werden sofort abgeschrieben. Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Brutto-Anlagenspiegel zum 31.12.2001.

 

 

 

Umlaufvermögen

Die Bewertung der halbfertigen Arbeiten erfolgt zu den Herstellungskosten, hier auf Basis der Aufwendungen für bezogene
Leistungen.

Die Forderungen wurden in Höhe von 1 % ihres Nettowertes pauschal wertberichtigt. Die zweifelhaften Forderungen setzen sich aus vier Einzelpositionen zusammen und betragen insgesamt 10.004,81 EUR. Die Forderungsverluste betrugen im Jahr 2001 5.576,08 Euro.

Die Wertpapiere sind von 106.960,46 Euro auf 29.887,54 Euro zurückgegangen der Rückgang resultiert aus Verkäufen. Insgesamt wurde dabei ein Gewinn von 4.566,35 Euro erzielt. Der Verkaufserlös wurde fast vollständig auf mehreren Festgeldkonten in Höhe von 76.808,81 Euro angelegt.

 

Passivposten

Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken gebildet und werden nach üblicher Schätzung ermittelt. Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag ausgewiesen.

 

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn zum 31.12.2001 eine Dividende von 0,14 Cent je Vorzugsaktie und 0,02 Cent je Stammaktie, in Höhe von insgesamt 20.000 Euro an die Aktionäre auszuschütten. Der Restbetrag aus dem Bilanzgewinn in Höhe 3.541,44 Euro wird vorgetragen.

Gera, den 25.07.2002
Der Vorstand der Kramer AG

Thomas Kramer Vorstand

 

 

 

Bestätigungsvermerk


Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2001 entsprechen nach unserer Erstellung den gesetzlichen Vorschriften.

Chemnitz, den 19.07.2002

Zur Durchsicht wurde der Geschäftsbericht Herrn Kühl vorgelegt, er ist Aktionär und war langjähriger Mitarbeiter einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Frankfurt am Main. Herr Kühl hat bei der Durchsicht keine Mängel festgestellt